Mit Greta nach Thunberg

Wenn ich mich an meine Schulzeit zurückerinnere, ist es gerade mal 18 Jahre her, dass ich in der 12. Klasse war.

Hätten wir jeden Freitag demonstriert, wären wir nicht für den Friedensnobelpreis nominiert worden. Wir hätten so viele Einträge wegen unentschuldigtem Fehlen gehabt, dass unsere Eltern beim Direx vorsprechen hätten müssen.

Wenn ich heute noch auf der Schule wäre, würde ich als Trittbrettfahrer das Thema mit anheizen und es fördern, Freitags auf die Strasse zu gehen. Das hätte für mich bedeutet, dass Donnerstag, der kleine Freitag, mit einer grossen Fete beginnt. Freitags ausschlafen und demonstrieren gehen. Toll. Danach gleich Wochenende.

Doch lassen wir mal die Trittbrettfahrer aussen vor und konzentrieren uns auf diejenigen, die es ernst meinen und das Thema ehrlich und gezielt verfolgen.

Ungeachtet dessen, wie meine Meinung zu diesem Thema ist, muss ich sagen, dass ich meinen Hut vor dem kleinen Mädchen ziehe, die es geschafft hat, die Welt wachzurütteln.

Was viele vor Ihr probiert und initiiert haben, hat keinen so grossen Anklang gefunden. Dafür meinen Respekt.

Ob die Kraft der Jugend gross genug ist oder ob sie als vermeintliche Revolutionäre von der Macht der Politik belächelt werden, bleibt abzuwarten.

„Die meisten grossen Taten, die meisten grossen Gedanken haben einen belächelnswerten Anfang.“ – Albert Camus