Der Geburtsvorbereitungskurs

Grundsätzlich muss ich sagen, dass meine Frau und ich uns dazu entschieden haben, einen Geburtsvorbereitungskurs zu wählen, bei dem ich als werdender Papa immer mit dabei bin. Für mich war das sehr wichtig, da ich zum Einen sehr neugierig war und zum Anderen wollte ich optimal vorbereitet sein, wenn das Baby kommt.

Meine Frau hat sich sehr detailliert mit dem Thema beschäftigt und hat für sich entschieden, einen Geburtsvorbereitungskurs mit HypnoBirthing zu machen. Für mich als skeptischer Mensch dachte ich zuerst, dass wir dort im Kreis sitzen und eine Esoterik-Tante mit verfilzten Haaren, Batik T-Shirt, Schlabberhosen und Birkenstocksandalen was von Ihrer letzten Reise zu sich selbst und Ihrem Kräutergarten erzählt. 

Doch ich habe mich darauf eingelassen und wurde positiv überrascht. Das Konzept von HypnoBirthing ist eigentlich ganz einfach. Stressfreie Mutter, Stressfreies Kind, Stressfreie Geburt. Das am Ende nicht alles so abgelaufen ist, wie wir das gelernt und geplant haben, war klar. Aber wir waren super vorbereitet und meine Frau ist zumindest noch entspannt mit mir ins Spital gefahren.

Vom Prinzip her macht das Konzept HypnoBirthing echt Sinn. 

Ich versuche das mal in meinen Worten simpel und einfach zu erklären. Und zwar am Beispiel, wenn ich morgens aufwache. Sollte ich abrupt und hektisch aus dem Schlaf gerissen werden, bin ich meistens schlecht gelaunt und gestresst. Wenn ich aber sanft von alleine aufwache und mir denke, jetzt stehe ich mal auf, dann fühle ich mich fit und munter!

Genauso stelle ich mit das beim Baby vor. Wenn das Kind selbst bestimmt, wann es auf die Welt kommen will und man den Vorgang nicht abrupt und hektisch beendet, dann glaube ich, dass das Baby einen stressfreien ersten Atemzug ausserhalb von Mamas Bauch nehmen kann. Ich denke auch, dass sich eine Stressfreie und natürliche Geburt positiv auf die Entwicklung des Babys auswirkt.

Jedenfalls kann ich sagen, dass die fünf Abende zu je drei Stunden eine sehr gut investierte Zeit waren. Neben den Atemtechniken und Hypnoseübungen wurde der gesamte Verlauf vor, während und nach der Geburt detailliert behandelt. Zumindest wusste ich theoretisch was auf mich zukommt.

Die meisten sind jetzt wohl über das Wort Hypnoseübungen gestolpert. Auch hier war ich anfangs eher skeptisch und dachte eher an eine Zaubershow aus Las Vegas, bei der alle Probanden sich wie Affen benehmen. Doch auch hier wurde ich eines besseren belehrt.

Selbst für jemanden wie mich, der grundsätzlich nicht an solch einen Hokuspokus glaubt und keine fünf Minuten ruhig auf seinem Hintern sitzen kann, muss ich sagen, dass wenn man sich bewusst darauf einlässt und sich darauf konzentriert, es etwas bringt. 

Zumindest bin ich immer eingeschlafen, was aber ein positives Zeichen ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.