Wenn der Holocaust die Emotion verliert

Vor über 75 Jahren ist das dritte Reich gewaltsam aufgelöst worden und hat damit sehr vielen Menschen das Leben gerettet.

Jahrelang konnten wir Zeitzeugen lauschen, die Ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit der Welt geteilt haben.

Wir konnten mit unseren Grosseltern sprechen, die Live mit dabei waren. Sie haben uns erzählt, wie schrecklich diese Zeit war. Sie haben uns erzählt, wie grausam die Jahre des Krieges und der Massenvernichtung waren.

Durch die Zeitzeugen wurde die Geschichte lebendig. Sie wurde emotional und greifbar.

Doch nach und nach gibt es immer weniger Zeitzeugen. Immer weniger, die das erlebte mit Gestik, Mimik und Tonfall real machen können.

In spätestens 10-15 Jahren können wir die dunkle Geschichte Deutschlands nur noch in Geschichtsbüchern nachlesen. Aufgeräumt und Kategorisiert im Internet und in Bibliotheken. Emotionslos.

Das ist ein grosses Problem der kommenden Generationen. Mit Dokumentationen, Sozial Media Posts, Büchern, Schriftstücken und Zeitschriften lässt sich jedes Übel entweder aufbauschen oder herunterspielen. Je nach dem welche Wirkung es erzielen soll.

Wirkungsvoll eingesetzt und gut verpackt, wird die Massenvernichtung heruntergespielt oder gar geleugnet. Gleichzeitig aber der Bau der Autobahn und den Aufschwung Deutschlands positiv hervorgehoben.

Und das dürfen wir niemals zulassen.

Dynamische Politik

Irgendwie hängen wir immer noch an den alten Marionettenstrippen der Politik.

Eine Legislaturperiode dauert vier Jahre und die ausgerufenen Themen, die in dieser Zeit dem Volk versprochen werden, werden nicht der andauernden Zeit angepasst. Vier Jahre sind eine verdammt lange Zeit.

Vor vier Jahren hat es noch keine akute Diskussion über 5G gegeben. Jetzt schon. Aber das sind so Themen, die erst während einer Legislaturperiode zum Entscheidungsfall werden und wir Wähler müssen hoffen, dass unsere gewählten Volksvertreter die richtige Entscheidung treffen.

Doch warum wird die Politik nicht viel Dynamischer? Die digitalen Voraussetzungen stehen doch dafür. Wir stagnieren in Zettelwirtschaft und Bürokratie und kommen mit allen Versprechen, die uns gegeben werden nicht voran.

Wie wäre es, wenn es eine Politik gäbe, die Live durch sein Volk mitbestimmt werden kann. Wie wäre es, wenn es neue, junge Parteien gäbe, die dem Volk wieder Nahe sind und ein Mitspracherecht eines jeden Parteimitglieds einfordert? Das könnte doch eine Zukunft sein, in der sich jeder Gehör verschaffen kann. Das könnte eine Zukunft sein, die nicht aus Protesten und Vernichtungen von Parteien besteht, sondern aus Diskussionen und Lösungsfindung.

Wenn einige der heutigen, verstaubten Politiker nicht nur ihre persönlichen Interessen vorantreiben würden und auch mal auf die Stimme des Volkes hören würden, dann wären die grossen Parteien wohl nicht in einem unaufhaltsamen Abwärtsstrudel. Da grösste Problem ist, dass alle, die sich schon im Abwärtsstrudel verfangen haben, nicht den Weitblick haben, sich selbst zu hinterfragen und etwas zu ändern. Nein. Um ihr eigenes Fell zu retten, wird die jahrelange Inkompetenz dadurch erklärt, dass jemand Anderes schuld ist.

Doch der Blick in die Zukunft lässt auch auf eine neue, dynamische Politik hoffen.

Die grossen Parteien geben den kleineren, individuellen und volksnahen Parteien durch ihren tiefen Fall die Möglichkeit mitzureden. Sitze im Bundestag zu bekommen. Vielleicht ist es auch an der Zeit, dass die mächtigen Parteien keine Monopolstellung mehr bekommen und somit ein viel grösserer Spielraum für eine moderne Politik mit Diskussionen und unterschiedlicheren Parteien in einer Koalition bietet.

Natürlich ist es immer schwieriger zu einem gemeinsamen Konsens zu kommen, je mehr Interessengruppen beteiligt sind.

Aber warum den leichten Weg wählen?

Diskriminierung auf Deutschen Autobahnen

Bereits 1990 hat man über das Thema PKW Maut auf Deutschen Straßen gesprochen. Und jetzt 29 Jahre später das Aus, weil sich die Österreicher diskriminiert fühlen. Die Maut gilt nur für ausländische Fahrzeuge, da die Deutschen Boliden es über die Steuer zurückbekommen.

Und dafür hat man 29 Jahre gebraucht? Ich möchte nicht wissen, wie viel Geld diese Entscheidungsfindung gekostet hat.

Warum muss eine PKW Maut überhaupt vom Europäischen Gerichtshof entschieden werden? Warum hat ein Land das Recht dagegen zu klagen? Warum wird die Klage überhaupt zugelassen?

Wenn wir nicht immer auf Andere hören würden, wenn wir nicht immer auf Nummer sicher gehen würden, wenn wir nicht immer auf Andere warten würden, wenn wir nicht immer Angst hätten etwas zu tun und wenn wir einfach mal Machen würden, dann hätten wir mit der Maut sicherlich schon das Ein oder Andere für die Allgemeinheit machen können.

2013 war es das erst Mal seit 1990 so weit, dass die PKW Maut im Koalitionsvertrag stand und Minister Dobrindt die technische Umsetzung bis 2015 beendet haben wollte. Eine hochkomplexe Technik sollte dafür eingeführt werden. Warum?

Warum hat er nicht bei den Schweizer Kollegen angerufen, nach dem Vignettenproduzenten gefragt und mal ein paar Millionen Stück drucken lassen? Ich bin mir sicher, dass bei dem Volumen der Einkaufspreis nicht höher als 0.10 € ist. Verkaufspreis 20 € pro Jahr. Das verkraftet auch ein Deutscher Autofahrer.

An Tankstellen verteilen und verkaufen. Ein halbes Jahr Kulanzzeit und dann 200 € für den, der ohne Vignette erwischt wird.

Im nächsten Schritt hätte man sich dann Gedanken machen können, die Vignetten mit Chips zu versehen und die Mautprüfung über die LKW Maut Erkennung laufen lassen. Und wenn alles läuft: die Kfz Steuer senken.

Doch was haben wir gemacht? Warten.

Jetzt ist es zu spät.

Klimapolitik – wie Bildung helfen kann

Mit den Grünen, der Fridays for the Future Bewegung, etc. gibt es haufenweise Organisationen, Einzelkämpfer, Gruppen und politische Lager, die sich stark für die Klimapolitik einsetzen.

Die einen setzten darauf, dass wir aus der Kohle aussteigen, nur noch Elektroautos fahren und den Plastiktüten den Krieg erklären.

Die Anderen protestieren, dass für das vermeintlich CO2 neutrale E-Auto Kinderarbeit in verschiedenen Ländern gefördert wird und durch den Abbau von Lithium und co. die Umwelt noch stärker belastet wird, als durch Diesel und Benziner.

Doch anstatt sich die ganze Zeit ohne Ergebnis gegenseitig zu verurteilen, wer nun mehr Recht hat, wäre es doch sinnvoller die Energie in eine zukunftsweisende Richtung zu lenken.

Bildung.

Deutschland, das Land der Erfinder, der Fleissigen, der Häuslebauer. Wir haben den Verbrennungsmotor, den Düsenantrieb, den Elektromotor und den ersten Computer erfunden. Und warum haben wir das alles erfunden? Wir wollten ein Problem lösen.

Also warum machen wir nicht das, was wir über 100 Jahre bewiesen haben? Lösungen für ein Problem finden.

Das Problem heisst Klimawandel. Doch hier geht es nicht nur um den Klimawandel, der Deutschland betrifft. Hier geht es um den globalen Klimawandel. Es bringt nichts, wenn wir in Deutschland nur noch mit Elektroautos durch die Gegend fahren, während in Chile die Umwelt durch den Abbau der Rohstoffe für den Akku zerstört wird.

Gross denken ist angesagt. Und dafür müssen alle an einem Strang ziehen. Es darf nicht das Ziel sein, dass einzelne Länder nur auf den eigenen Profit aus sind, der mit dem Klimawandel zu erzielen ist. Wir haben schliesslich eine Aufgabe, die uns alle etwas angeht und die Zukunft der Welt nachhaltig beeinflusst.

Im Bezug auf Deutschland heisst das für mich: mehr Mittel für die Bildung. Je besser unsere Schüler, Kinder, Studierenden ausgebildet sind, desto schneller kommen wir ans Ziel.

Das Ziel, eine Lösung für den Klimawandel zu finden.

Wo ist nur die Musik geblieben: Teil 2

Bedauerlicherweise gibt es immer weniger Besucher von Livekonzerten, ausgenommen der Top 10 Künstler und der grossen Festivals. Warum ein Konzert besuchen, für das man viel Geld bezahlen muss, wenn man es sich mit seinen Freunden auch zu Hause auf YouTube anschauen kann. Ist ja das Gleiche.

Vor allem die kleinen Bands, die nicht im Top Ranking von Spotify und co. stehen haben es schwer. Die Bands, die einen kleinen Club zum Beben bringen und den Schweiss von der Decke regnen lassen können.

Die Musikgrössen aus vergangen Tagen schaffen es heute mit Leichtigkeit ein Stadion mit Fans zu füllen. Doch die haben auch einmal Klein angefangen und waren nicht auf irgendwelchen „Das könnte dir Gefallen“-Listen zu finden.

Messen sich Musiker heute nur noch durch Downloadzahlen und Instagramfollower?

Livekonzerte sind nicht nur eine Ansammlung an Künstlern auf der Bühne, die Ihr Repertoire runterspielen. Livekonzerte sind Emotionen, Begegnungen, Erlebnisse, die man nicht kaufen kann.

Es beginnt mit der Vorfreude wenn endlich der grosse Tag gekommen ist und am Abend findet ein Konzert statt, von einer Band, die man unbedingt sehen will. Man bereitet sich vor und hört Tage vorher die neuste Platte und die grössten Hits, damit man auch Textsicher ist, wenn es soweit ist.

Zu Hause trifft man sich mit dem Kumpel oder der Freundin / Frau und trinkt schon beim fertigmachen ein Bier und im Hintergrund laufen die grössten Hits. An der Konzertlocation angekommen trifft man Andere, die ebenfalls nur wegen der Musik da sind. Gleichgesinnte, Energiegeladene.

Vor der Bühne wartend vergehen die Minuten, bis endlich das Licht ausgeht. Das Publikum jubelt, die Menge klatscht, die Fans pfeifen!

Die Lichter erhellen sich erneut und neigen sich auf die Bühne, wenn das erste Bandmitglied auf die Bühne geht. Die Menge klatscht noch lauter und die Fans beginnen langsam unruhig zu werden.

Dann ist es soweit. Der Saal wir in helles Licht getaucht, der erste Drumstick berührt die Snare, der erste Finger eine Bassseite, das Plektrum crasht in die Saiten der E-Gitarre, der Leadsänger springt auf die Bühne und mit einem energiegeladenen Song wird der Abend eröffnet!

Das Publikum jubelt, die Menge Klatscht und die Fans feiern und tanzen, als gäbe es keinen Morgen mehr!

Das ist ein Erlebnis. Das ist ein Gefühl von Freiheit. Das ist „sich fallen zu lassen“. Das ist eine Methode sich mental zu entspannen. Das ist eine Möglichkeit Stress abzubauen. Das ist eine Lösung um aus allen Zwängen zu fliehen (kurzfristig).

Doch erst wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist, wird man erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht „downloaden“ kann.